Lippenbekenntnis Mitarbeiterbefragung
Die größten Potentiale der internen Meinungsabfrage liegen brach.
Die Anzahl der Unternehmen, die regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchführen,
steigt seit Jahren kontinuierlich an. Rund 85 Prozent sind es nach aktuellen Untersuchungen.
Was als Trend zum erhöhten Mitarbeiterengagement anmutet, ist aber gleichzeitig eine traurige
Erfolgsbilanz. Denn die Identifikation der Mitarbeiter mit dem eigenen Arbeitgeber befindet sich im
freien Fall. Mehr als die Hälfte der Unternehmen klagen, signifikant an Mitarbeiterengagement
eingebüßt zu haben. Trotz oder wegen der Mitarbeiterbefragungen.
„Wir sehen in unserer täglichen Praxis immer wieder, dass die internen Befragungen
systematisch und methodisch oftmals nicht ausgereift sind. Es fehlt häufig an der Planung und
der konsequenten Umsetzung. Und viel schlimmer, mit der Ergebnispräsentation ist Schluss.
Dabei sind die Definition und Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis entscheidend“,
so Hans-Jürgen Linden, Inhaber der Kölner Agentur Linden Kommunikation. „Der
gesamte Folgeprozess ist auf die Befragungsauswertung abzustimmen, zu konkretisieren und
intern umzusetzen. Sonst sinkt zwangsläufig mit der Befragung das Vertrauen der Mitarbeiter
und somit deren Engagement.“ Dabei bietet gerade das Instrument Mitarbeiterbefragung die
besten Voraussetzungen, organisatorische und strukturelle Schwachstellen im Unternehmen zu
identifizieren, vorausgesetzt die Fragen werden wohl überlegt gestellt. „Viele
Unternehmen bewegen sich – aus welchen Gründen auch immer – in Standardbereichen,
entsprechend sehen die Antworten aus. Mit einer gezielten und ausgereiften Vorgehensweise sind die
Feedbacks entsprechend qualifiziert und konkret“, erklärt Linden. „Es ist schade,
dass der Ruf der Mitarbeiterbefragung eher zweifelhaft ist. Sie bietet ungeahnte Möglichkeiten,
die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Zudem ist es durch die vielfältigen
Online-Möglichkeiten heute einfacher als je zuvor, eine qualifizierte Meinungsumfrage
intern durchzuführen".
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